11.03.17

Neues Leben aus ''altem'' Gold

Im Moment beschäftigt mich das Thema Umarbeitungen von Schmuck grad vermehrt. Bei den heutigen Goldpreisen macht das auch durchaus Sinn.
 So sind vor einigen Wochen aus dieser Brosche drei Ringe entstanden, die nun beliebig kombiniert oder auch einzeln getragen werden können.



Und da bald wieder Erstkommunion und Firmungen anstehen, habe ich auch Kreuze aus Altgold geschmiedet. So bekommt zum Beispiel der Ehering vom Urgrosi oder die Brosche von der verstorbenen Grosstante wieder ein neues ''Leben''.
Kreuz in Weissgold
 und Gelbgold.

Das hier ist eine Spezialanfertigung mit unserem Hausberg in Weissgold auf einer Seite und einem Bergrelief auf der anderen.

04.03.17

Ein Fussgängerstreifen vor der Schule...

...da wo jedes Kind über die Strasse muss, ist doch selbstverständlich! So denke ich und ganz viele Eltern. Seit Jahrzehnten setzten sich in Engelberg immer wieder Eltern für besagten Fussgängerstreifen ein. Doch Jahr für Jahr lehnte die Gemeinde ab. Letztes Jahr hat sie dann aber endlich zugestimmt. Doch jetzt sagt der Kanton nein. Was wie ein komischer Witz tönt, ist wirklich wahr... Die Begründungen sind die, dass es in der 30er Zone keine Fussgängerstreifen gibt, es sei denn, gewisse Bedingungen machen es nötig. Anscheinend braucht es unter anderem mindestens 3000 Fahrzeuge am Tag...
Ich glaube, würde ein Kind angefahren, ginge es keine Woche bis einer da wäre...
Sei es, wie es wolle.
Wir (meine und Paulas Familie) haben das Thema auf jeden Fall aufgegriffen für den diesjährigen Fasnachtsumzug. Und ich möchte euch gerne zeigen, was wir dazu gebastelt und genäht haben.


Zuerst mal das wichtigste: Der Fussgängerstreifen. Ich habe Streifen aus gelbem Satinjersey auf schwarzen Tüll genäht.
Für mich und ein Mädchen habe ich Röcke genäht, sowie Accessoire für Hand, Fuss und Kopf. Für meinen Mann eine gelbe Hose mit Achtung-Fussgängerzeichen drauf.
 Bei einem schwarzen Mantel habe ich einfach die Knöpfe mit gelbem Stoff umhüllt.
Für die Jungs haben wir Autos aus Karton gebastelt.


 Sie waren voll dabei und haben fleissig geholfen beim Malen.




 Hinten gab es dann noch echte Rücklichter aus Fahrrad-Lämpchen.
Für die Rücken der Erwachsenen habe ich gelbe Streifen mit passenden Sprüchen drauf gemacht. Die haben wir dann wie Rucksäcke umgehängt.
 Und zum Verteilen wurden schnell ein paar Streifen gebacken.
 Und hier nun noch ein paar Impressionen vom Umzug.




 Den Streifen haben die Männer immer wieder hingelegt. Die Mädchen sind darüber gelaufen, während die Auto-Jungs brav gewartet haben.
Es hat total Spass gemacht! Danke Paula und Familie, dass ihr mit dabei wart!

13.02.17

Mein farbigeres Leben...

Flüchtlingskrise, Flüchtlingswelle... Worte, die uns alle 2016 beschäftigt haben. Das Thema hat mich sehr stark durch das letzte Jahr begleitet und es beschäftigt mich immer noch. Wenn ich Berichte sehe von den gestrandeten Flüchtlingen in Griechenland, Serbien oder wo auch immer bei Kälte, Schnee, in furchtbaren Behausungen, macht mich das sehr betroffen. All die Leute, die auf die leeren Versprechungen der Schlepper reinfallen, getrieben von der Hoffnung auf ein besseres Leben... ein unendliches und trauriges Thema. Und für mich immer wieder die Frage, wie kann ich helfen? Klar, ich kann Geld spenden und es gibt da zwei private Organisationen, die ich immer wieder unterstütze: Schwizerchrüz.ch und Syriaid. (Sie helfen direkt vor Ort und haben so gut wie keinen Verwaltungsaufwand.)
Aber ich habe noch eine andere Möglichkeit gefunden, mich zu engagieren. Hier bei uns und den Menschen, die es hierhin geschafft haben. Und davon möchte ich euch gerne erzählen.
Durch eine Bekannte bin ich zu einer Gruppe von Menschen gestossen, die sich um die Integration von Flüchtlingen und anderen Menschen mit Migrationshintergrund kümmern möchte. Es hat also auch Menschen dabei, die nicht als Flüchtling in die Schweiz kamen, sondern sonst hierhergezogen sind. Wir haben dieser Gruppe den Namen Netzwerk Integration Engelberg gegeben.
Verschiedene Sachen haben wir innerhalb dieser Gruppe organisiert und gemacht.
Wir haben zum Beispiel einen Treffpunkt eingeführt. Wir treffen uns immer am Mittwochmorgen von 10.00-11.30 in einem Cafe. Dazu sind alle eingeladen, die kommen möchten. In erster Linie geht es darum, Deutsch zu sprechen. Wir helfen aber auch bei Problemen mit Verträgen oder anderen Dokumenten. Wir tauschen uns über die verschiedenen Kulturen aus und es ist oft sehr lustig.

Letzten Frühling haben wir einen kulinarischen Anlass durchgeführt.
Wir haben zusammen gekocht und nachher unsere Freunde zum Essen eingeladen. Auf den Tisch kamen Speisen aus Eritrea, Tibet, Thailand, Schweden und natürlich auch aus der Schweiz. Das war sehr lecker und sehr spannend!

Hier seht ihr die traditionelle eritreische Kaffeezeremonie.
Am Herbstmarkt hatten wir einen Informationsstand und da gab es Leckereien aus Syrien, Eritrea und Afghanistan zum probieren.


Wir haben für einige der Menschen Arbeit gefunden, indem wir ein Empfehlungsschreiben von unserer Seite formuliert haben und bei den Vorstellungsgesprächen mit dabei waren. Einer von ihnen ist mittlerweile Vollzeit erwerbstätig und von der Sozialhilfe weg. Das war sicher das grösste Erfolgserlebnis bis jetzt.
Im Sommer und Herbst gab es je einen Familienausflug, wo alle mit den ganzen Familien dabei waren.

Und im Januar haben wir einen Skitag für alle Interessierten gemacht.


Das war auch ziemlich lustig.

Diese Gruppe mit ihren Menschen hat mein Leben extrem bereichert. Anstatt zu reisen, kann ich hier in meiner Umgebung andere Kulturen kennenlernen. Ich war zum Beispiel zum 2. Geburtstag von einem eritreischen Jungen eingeladen. Das war für mich ein extrem schönes Erlebnis.
Natürlich ist es gerade mit den Flüchtlingen nicht immer einfach. Das Thema Arbeit ist schwierig (vor allem auch, weil unser System so kompliziert ist) und kulturelle Unterschiede machen sich sicher nicht nur positiv bemerkbar. Es gibt auch einige, die sich gar nicht wirklich integrieren wollen oder können. Aber das sind zum Glück wenige und da wir ja eine total freiwillige Gruppe sind, haben wir mit diesen Menschen dann auch nichts zu tun.
Einer der Migranten hat mal gesagt, er findet es nur schon schön, dass er im Dorf ab und zu ein bekanntes Gesicht sieht und vielleicht ein kurzes Gespräch stattfindet. In unserem von Touristen aller Länder besuchten Ort könnten diese Menschen nahezu anonym leben. Das kann Vorteile haben, aber eben auch Nachteile. Gerade die Menschen, die alleine hier sind oder deren Partner arbeitet, laufen Gefahr, zu vereinsamen.
Ich möchte euch ermutigen, auf Flüchtlinge und andere zugezogene Menschen zuzugehen. Für sie ist das so viel wert und für uns ist es extrem spannend und bereichernd.

01.02.17

Weil es so schön war...

...hier noch einmal einen Pulli, ganz ähnlich wie der andere zum Hirschrock.

Denselben schönen Strickstoff gab es nämlich auch noch in der Farbe marine. Scheint, die Kamera hatte etwas Mühe beim Scharfstellen mit diesem melierten Stoff, dadurch sind die Fotos nicht  superscharf.
Bei diesem Pulli habe ich die Ärmel (weit unten) angesetzt.
 Dadurch habe ich diesmal dafür am Rücken keine Naht. Mir gefallen beide Varianten.
 Auch hier gibt es einen kleinen Hingucker am Kragen

 und einen am Arm.
 Das Label versetzt auf Leder aufgenäht.

Damit gehe ich heute wieder einmal zu MMM.